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Hessischer Präventionspreis

„Gemeinschaft schafft Hoffnung“ wird in Wiesbaden mit dem Hessichen Präventionspreis 2016 ausgezeichnet

Mit dem Preis, werden beispielhafte kriminalpräventive Projekte in Hessen unterstützt. Alle zwei Jahre würdigt der beim Justizministerium angesiedelte Landespräventionsrat damit Initiativen und Projekte im Bereich der Kriminalprävention.

Vor zahlreichen Gästen und in der feierlichen Atmosphäre des Historischen Saals des hessischen Ministeriums der Justiz wurde heute der 10. Hessische Präventionspreis verliehen. Mit dem Preis, werden beispielhafte kriminalpräventive Projekte in Hessen unterstützt. Alle zwei Jahre würdigt der beim Justizministerium angesiedelte Landespräventionsrat damit Initiativen und Projekte im Bereich der Kriminalprävention. „Ziel des Preises ist es, den vielen Helden des Alltags, den Menschen die ein großes Herzbeweisen und sich um andere in der Gesellschaft kümmern, ein Gesicht zu geben und ihre Arbeit zu würdigen. Präventionsarbeit wird in Hessen gelebt“, so die Justizministerin in ihrem Grußwort anlässlich der Preisverleihung.

1. Preis Projekt “Gemeinschaft schafft Hoffnung“ des Active Learning e.V.

Das Projekt möchte jungen Flüchtlingen Chancen aufzeigen, sie bei ihren Lernprozessen unterstützen und mit ihnen auf den schulischen und menschlichen Erfolg hinarbeiten. Zieldes Flüchtlingsprojekts ist es, die Flüchtlingskinder in und rund um Bensheim mit dem Angebot von „Active-Learning“ in die Gesellschaft nachhaltig zu integrieren. Der Verein bietet durch sein mittlerweile bundesweit anerkanntes Lern-Sport-Konzept einen pädagogisch aufeinander abgestimmten Ablauf, der die Flüchtlinge nicht nur schulisch unterstützt, sondern vor allem auch die Möglichkeit eröffnet, sich durch Sport zu entspannen und dabei neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Der Sport dient dabei als optimales Instrumentarium, Vorurteile abzubauen und junge Menschen dafür zu sensibilisieren, gemeinsam und füreinander als Team einzustehen. Die Kombination aus Bildungs- und Sportangebot ist ein Mittel, eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Die Flüchtlingskinder befinden sich in den Schulen häufig in sog. DaZ- bzw. Intensivklassen. Das große Problem besteht jedoch darin, dass die Schülerinnen und Schüler in diesen Klassen nicht nur verschiedene Sprache sprechen, sondern auch größtenteils unterschiedlichen Alters sind. Die schulischen Wissensstände sind somit sehr verschieden, was die pädagogische Arbeit der Schulen enorm erschwert, womit eine tiefere individuelle Förderung nicht möglich ist. Durch das Projekt Active Learning werden die Schulen entlastet. Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen können nach dem Schulbesuch wöchentlich an bis zu 5 Tagen pro Woche an dem Projekt teilnehmen. Das Projekt beginnt um 13.30 Uhr mit einem gemeinsamen kostenlosen Mittagessen in der Schulmensa; danach erfolgt eine einstündige Lernphase, in welcher die Betreuer die Kinder und Jugendlichen (ihren Nationalitäten oder Sprachen zugeordnet) in der deutschen Sprache unterrichten. Dabei werden unterschiedliche Medien zum Spracherwerb eingesetzt. Daraufhin nehmen die Kinder an der Sport- und Kreativphase teil, der alternativ noch eine zweite Lernphase folgen kann.